In Chemnitz-Wittgensdorf...
...und an vielen anderen Orten
beging Diakon Kurt Ströer als Jugendwart des damaligen Kirchenbezirks Karl-Marx-Stadt II mehrere Jahrzehnte lang geistlichen (spirituellen) Missbrauch an zahlreichen Jugendlichen. In Verbindung damit kam es während seiner seelsorgerlichen (Beicht-)Gespräche auch zu sexualisierter Gewalt (Übergriffe wie Zungenküsse, grenzüberschreitende Berührungen etc.) gegen viele männliche seiner minderjährigen Schutzbefohlenen.
Kurz bevor er 2013 verstarb, konfrontierte man Ströer damit; daraufhin räumte er die Taten ein.
Detailliert:
ForuM-Studie auf S.228–252 (=PDF-Seiten 235–259):
Jugendwart „[H.P.]“ (= Kurt Ströer)
Analyse
Die das Handeln Ströers flankierenden Rahmenbedingungen (Volksmissionskreis Sachsen usw.) beschreibt Prof. Dr. Markus Schmidt (Bethel) in "Missbrauch zwischen Frömmigkeit, Macht und Kommunikation - Spiritualitätsgeschichtliche und praktisch-theologische Überlegungen zu sexuellem Missbrauch im Kontext von Seelsorge (Kasus Ströer) und zur gegenwärtigen Kommunikationsaufgabe".
Teil1: EvLKS-Amtsblatt 2022-23 S.B107
Teil2: EvLKS-Amtsblatt 2023-02/03 S.B1
Teil3: EvLKS-Amtsblatt 2023-04 S.B17
Die Arbeitsgruppe "Theologische Aufarbeitung des Handelns von Kurt Ströer" veröffentlichte ihren Abschlussbericht.
Die Arbeitsgruppe "Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Gemeinschaft Moritzburger Diakone und Diakoninnen" publizierte ihre Ergebnisse: Bericht, Erklärung und Pressemitteilung.